Archiv für die Kategorie ‘Käthe Wohlfahrt’

DVD “Village of Christmas Dreams”

Montag, 30. November 2009

… gefilmt im romatischen Rothenburg ob der Tauber

Ein musikalischer Film von Käthe Wohlfahrt und David Young für alle, die die Weihnachtszeit als etwas Besonderes empfinden und an das Wunderbare im
Leben glauben.

In der Vorweihnachtszeit erzählt der Großvater seiner Enkelin Hanna eine wundersame Geschichte vom „Engel der Musik“, der als Flötenspieler zur Erde gesandt wird … und die vomtauben Jungen namens Julian. Erleben Sie mit,was geschieht, als sich ihre Wege für einen Tag immagischen Rothenburger Winterzauber kreuzen …
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DVD “Village of Dreams”
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Ton: Dolby Digital 2.1 AC3
Bildformat: 16: 9
Sprache: Deutsch, Englisch

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The gift that blessed the giver

Montag, 23. November 2009

Käthe Wohlfahrt“The gift that blessed the giver“ umschrieb ein amerikanisches Magazin die Entstehungsgeschichte des Hauses Käthe Wohlfahrt.
Im März des Jahres 1964 legte mein Vater Wilhelm Wohlfahrt gemeinsam mit meiner Mutter Käthe den Grundstein
für das Familienunternehmen Käthe Wohlfahrt.
Doch geht der eigentliche Anfang unserer Firmengeschichte auf das Weihnachtsfest im Jahre 1963 zurück, als uns eine befreundete amerikanische Offiziersfamilie zu Hause besuchte.
Die größte Faszination ging dabei von einer erzgebirgischen Weihnachtsspieldose aus, einem Erinnerungsstück meiner Eltern an ihre sächsische Heimat, die sie bei ihrer Flucht im Jahre 1956 mitgenommen hatten.
In der Weihnachtszeit hatte sie ihren festen Platz bei uns im Wohnzimmer und wir Kinder konnten es kaum erwarten, wenn unsere Eltern sie ab und zu für uns spielen ließen. Mit heller Begeisterung und großen Kinderaugen folgten wir den gedrechselten Holzfigürchen der Heiligen Drei Könige, wenn sie sich bei der Melodie „Stille Nacht“ um die Krippe mit dem Jesuskind drehten.
Es war diese Weihnachtsspieldose, die das gleiche Entzücken auch bei den amerikanischen Freunden hervorrief. Das wäre natürlich das richtige Geschenk für die Freunde gewesen, dachte mein Vater und so machte er sich deshalb nach Weihnachten sofort auf die Suche nach einer weiteren Spieldose. Doch alle Geschäfte hatten ihre Weihnachtsware schon weggepackt, um Platz für Silvester- und Neujahrsartikel zu machen. Erst im Februar des folgenden Jahres fand er einen Großhändler, der noch Spieldosen auf Lager hatte. Jedoch sollte er mindestens zehn Stück abnehmen, da ihn der Großhändler ansonsten nicht beliefern wollte. Kurz entschlossen griff er zu und schenkte eine davon seinen amerikanischen Freunden, die sich riesig über dieses nachweihnachtliche Geschenk freuten. Als sie dann aber von den Umständen hörten und wie schwierig es gewesen war, nach dem Weihnachtsfest eine solche Spieldose zu bekommen, halfen sie spontan beim Verkauf der verbliebenen neun.
Auf Anraten der befreundeten Familie ging mein Vater in der amerikanischen Kaserne von Haus zu Haus.
Dort gelang es ihm, sechs Spieldosen zu verkaufen, bis ihn die Militärpolizei in Gewahrsam nahm; denn Haustürgeschäfte waren nicht erlaubt

Das Glück stand ihm zur Seite und die Polizisten, die selbst Freude an der Musikdose fanden, empfahlen ihm den Verkauf auf Wohltätigkeitsbasaren amerikanischer Offiziersfrauen.
Das war die Idee! Sofort wurde die erforderliche Genehmigung eingeholt, ein Verkaufsstand improvisiert und das Angebot um etliche Artikel erweitert. Fortan war das junge Paar auf jedem Wochenendbasar präsent und das Sortiment, das die beiden vorstellten, rief bei den Kunden helle Begeisterung hervor. Entsprechend erfreulich waren auch die Umsätze und der Weg in die Selbstständigkeit war nicht mehr zu umgehen. Der ganzjährige Verkauf von Weihnachtsartikeln war geboren. Weil aber mein Vater zu diesem Zeitpunkt noch bei IBM angestellt war, gab meine Mutter ihren Namen für die neue Firma.unternehmen_2

Der Fleiß, aber auch die Opferbereitschaft meiner Eltern zahlten sich aus und schon nach relativ kurzer Zeit war es möglich geworden, die ersten Kunden in den eigenen Ausstellungsräumen in Herrenberg bei Stuttgart begrüßen zu können.
Es folgte dann der Umzug nach Rothenburg o.d.Tauber, ein Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens.
Hier eröffneten meine Eltern 1977 in der Herrngasse ihr erstes Fachgeschäft für Weihnachtsartikel – Käthe Wohlfahrts Christkindlmarkt. Und wie könnte es anders auch sein, inmitten einer großen Auswahl erzgebirgischer Weihnachts Spieldosen fand sich ein Nachfolgemodell der gleichen Christi Geburt-Spieldose, die mein Vater 1964 seinen Freunden
John und Myra Lanier geschenkt hatte. In den vielen Jahren seither hat das Haus Käthe Wohlfahrt noch einige Weihnachtsfachgeschäfte eröffnet; u.a. auch das weltbekannte Weihnachtsdorf in Rothenburg o.d.Tauber.

Von allen Käthe Wohlfahrt Geschäften geht eine besondere Freude aus. Auch Sie werden diese Freude spüren, wenn Sie eines unserer Geschäfte besuchen. Es ist die Freude des Schenkenden.
Mein Vater, der Firmengründer des Hauses Käthe Wohlfahrt, verstarb leider am 5. Mai 2001 im Alter von 72 Jahren.
Unsere Freunde und treuen Kunden wie seine Familie und Mitarbeiter werden ihn in lieber Erinnerung behalten.
Mit seinem Charme berührte er die Herzen vieler Besucher aus aller Welt.
…die Melodie der Spieldose wird weiter erklingen.
Harald Wohlfahrt